Mit der zunehmenden Urbanisierung und industriellen Entwicklung ist die Abwasser- und Klärschlammbehandlung zu einem entscheidenden Bestandteil des Umweltschutzes geworden. Die Klärschlammkonzentration ist ein wichtiger Vorschritt der Klärschlammbehandlung, da sie das Klärschlammvolumen reduziert und somit die Kosten und den Aufwand der nachfolgenden Behandlung verringert. Dekanterzentrifugen werden aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften häufig zur Klärschlammkonzentration eingesetzt.
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Eine Dekanterzentrifuge besteht im Wesentlichen aus einer Trommel, einer Förderschnecke und einem Differenzial. Im Betrieb rotieren Trommel und Förderschnecke in die gleiche Richtung, jedoch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Der Schlamm gelangt über das Zufuhrrohr in den Innenzylinder der Förderschnecke und wird dort beschleunigt, bevor er in die Trommel gelangt. Unter Einwirkung der Zentrifugalkraft setzen sich die schwereren Feststoffpartikel an der Innenwand der Trommel ab und bilden einen Rückstand. Die Förderschnecke befördert diesen Feststoffrückstand kontinuierlich zum konischen Ende der Trommel. Nach der Entwässerung im Trocknungsbereich wird der Feststoffrückstand aus der Maschine abgeführt, während die flüssige Phase über den Überlauf abgeführt wird. Dieses Verfahren ermöglicht kontinuierliches Zuführen, Trennen, Entwässern und Abführen und arbeitet auch bei hohen Drehzahlen stabil.
Kommunale Klärschlammbehandlung: Kommunale Kläranlagen erzeugen große Mengen an Klärschlamm. Dekanterzentrifugen können zur Konzentration von Primärschlamm, Überschussschlamm oder Mischschlamm eingesetzt werden. Beispielsweise sank in einer großtechnischen kommunalen Kläranlage nach dem Einsatz einer Dekanterzentrifuge der Feuchtigkeitsgehalt des Schlamms von etwa 99 % auf 80–85 %. Dadurch wurde das Schlammvolumen erheblich reduziert und der anschließende Transport und die weitere Behandlung erleichtert.
Industrielle Schlammbehandlung: Der in Industriezweigen wie Papierherstellung, Druckerei, Färberei, Galvanik und Chemieindustrie anfallende Schlamm weist eine komplexe Zusammensetzung auf. Dekanterzentrifugen können Industrieschlämme mit unterschiedlichen Eigenschaften effektiv konzentrieren. Beispielsweise enthält der Schlamm aus Papierfabriken große Mengen an Fasern und organischen Stoffen. Dekanterzentrifugen können dessen Feuchtigkeitsgehalt reduzieren und ihn so besser für die Deponierung, Verbrennung oder Wiederverwertung geeignet machen. Auch der Schlamm aus Druckereien und Färbereien enthält große Mengen an Farbstoffen und Hilfsstoffen. Dekanterzentrifugen ermöglichen hier ebenfalls eine hocheffiziente Konzentration und reduzieren so den Aufwand für die nachfolgende Aufbereitung.
IV. Anwendungsvorteile
Hohe Trennleistung: Dekanterzentrifugen weisen einen relativ hohen Trennfaktor von in der Regel über 2000–5000 auf. Sie ermöglichen eine schnelle Fest-Flüssig-Trennung mit signifikanter Konzentrationswirkung. Ihre hohe Durchsatzleistung von 0,1–1 m³/h oder mehr erfüllt die Anforderungen von Kläranlagen und Industrieunternehmen unterschiedlicher Größenordnung.
Hohe Anpassungsfähigkeit: Sie können Schlämme unterschiedlicher Eigenschaften verarbeiten. Ob kommunaler Klärschlamm oder verschiedene Industrieschlämme – sie arbeiten stabil. Sie reagieren gut auf Schwankungen der Schlammkonzentration und können in einem breiten Konzentrationsbereich arbeiten, ohne dass die Geräteparameter häufig angepasst werden müssen.
Hoher Automatisierungsgrad: Die Anlagen sind mit fortschrittlichen automatischen Steuerungssystemen ausgestattet, die Vorgänge wie automatische Zuführung, Entladung und Reinigung ermöglichen. Sie passen die Differenzdrehzahl automatisch an die Schlammeigenschaften und Behandlungsanforderungen an, um einen stabilen Anlagenbetrieb zu gewährleisten, Personalkosten zu senken und die Produktionseffizienz zu steigern. Gleichzeitig verfügen die Anlagen über diverse Sensoren, wie z. B. Temperatur- und Vibrationssensoren, die den Betriebszustand in Echtzeit überwachen. Bei Störungen wird die Maschine umgehend alarmiert und gestoppt, um die Anlagensicherheit zu gewährleisten.
Niedrige Betriebskosten: Dekanterzentrifugen zeichnen sich durch einen vergleichsweise geringen Energieverbrauch aus. Trotz hoher Konzentrationseffizienz reduzieren sie den Energieverbrauch. Die Geräte sind wartungsfreundlich. Wichtige Komponenten wie die Förderschnecke bestehen aus verschleißfesten Materialien und weisen eine lange Lebensdauer auf. Dies verringert die Häufigkeit von Wartungsarbeiten und Komponentenaustausch und senkt somit die Wartungskosten. Darüber hinaus benötigen Dekanterzentrifugen wenig Platz, wodurch sich erhebliche Investitionen in die Infrastruktur sparen lassen.
V. Schlussfolgerung
Dekanterzentrifugen zeichnen sich durch hervorragende Leistung und signifikante Vorteile bei der Schlammkonzentration aus. Ihre hohe Trennleistung, breite Anwendbarkeit, der hohe Automatisierungsgrad und die niedrigen Betriebskosten machen sie zu einem idealen Gerät für die Schlammkonzentrationsbehandlung. Angesichts der stetig steigenden Umweltschutzauflagen und des technologischen Fortschritts werden Dekanterzentrifugen in der Schlammbehandlung eine noch wichtigere Rolle spielen und einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung leisten.
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