Dekanterzentrifugen der LW-Serie
Die Dekanterzentrifuge ist eine horizontale Zentrifuge mit kontinuierlicher Zufuhr und kontinuierlicher Entladung. Die Sedimentationsgeschwindigkeit wird durch Partikelgröße, Partikelform, Dichteunterschied zwischen Feststoffen und Flüssigkeiten sowie deren Viskosität bestimmt. Diese Dekanterzentrifugenreihe findet breite Anwendung bei der Feststoffentwässerung, der Flüssigkeitsklärung und -trennung, der Flüssig-Flüssig-Feststoff-Trennung und der Korngrößenklassierung verschiedener Suspensionen. Die Anforderungen an die Partikelgröße liegen zwischen 0,005 und 15 mm, die Konsistenz zwischen 1 und 40 % und die Betriebstemperatur darf 100 °C nicht überschreiten.
Bei der 2-Phasen-Dekanterzentrifuge handelt es sich um eine Zentrifuge, bei der die geklärte und abgetrennte Ölphase auf der Flüssigkeitsseite der Dekanterzentrifuge durch Schwerkraft abgeführt wird, während die schwere Flüssigkeitsphase den Dekanter zusammen mit den Feststoffen verlässt.
Dekanterzentrifuge
Die Dreiphasen-Dekanterzentrifuge ist eine Zentrifuge, in der zwei Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte voneinander getrennt werden. Gleichzeitig werden Feststoffe abgetrennt und abgeführt.
Das Aufgabematerial gelangt über das Zuführrohr in die Dekanterzentrifuge und fließt durch den Verteiler in den Zentrifugenraum. Die Förderschnecke transportiert die Feststoffe zum Feststoffauslauf. Der Flüssigkeitsstand lässt sich mittels Regulierringen oder -scheiben mit dem gewünschten Innendurchmesser einstellen. Die Trennung der beiden flüssigen Phasen erfolgt in der Trennzone, wobei die leichtere Phase zur Trommelachse und die schwerere Phase zur Trommelwand fließt.
Klärdekanterzentrifugen sind für die kontinuierliche Trennung von Suspensionen in Feststoffe und geklärte Flüssigkeit ausgelegt, ohne die Zufuhr der Suspension zu unterbrechen.
Dekanterzentrifuge zur kontinuierlichen Trennung
Die Dekanterzentrifuge basiert auf der einfachen Idee eines Klär- oder Absetzbeckens, in dem Partikel, Sedimente und Feststoffe aufgrund der Schwerkraft allmählich zu Boden sinken.
Dekanterzentrifuge
Wie eine Dekanterzentrifuge funktioniert
Eine Dekanterzentrifuge trennt Feststoffe von einer oder zwei flüssigen Phasen in einem einzigen kontinuierlichen Prozess. Dies geschieht mithilfe von Zentrifugalkräften, die weit über 3000-mal größer als die Schwerkraft sein können.
Unter Einwirkung dieser Kräfte werden die dichteren Feststoffpartikel gegen die rotierende Schüsselwand nach außen gepresst, während die weniger dichte flüssige Phase eine konzentrische Innenschicht bildet. Unterschiedliche Dammplatten dienen dazu, die Flüssigkeitstiefe – den sogenannten Teich – je nach Bedarf zu variieren.
Das durch die Feststoffpartikel gebildete Sediment wird kontinuierlich von der Förderschnecke abtransportiert, die sich mit einer anderen Geschwindigkeit als die Fördertrommel dreht. Dadurch werden die Feststoffe nach und nach aus dem Teich herausgespült und den kegelförmigen „Strand“ hinaufgespült.
Die Zentrifugalkraft verdichtet die Feststoffe und verdrängt die überschüssige Flüssigkeit. Die getrockneten Feststoffe werden anschließend aus der Trommel abgeführt. Die geklärte(n) Flüssigkeitsphase(n) fließt/fließen über die Dammplatten am gegenüberliegenden Ende der Trommel. Leitbleche im Zentrifugengehäuse lenken die getrennten Phasen in den richtigen Fließweg und verhindern jegliche Kreuzkontamination.
Die Geschwindigkeit der Förderschnecke kann mittels eines Frequenzumrichters automatisch angepasst werden, um Schwankungen in der Feststoffbelastung auszugleichen.
Dekanterzentrifuge
Dekanterzentrifuge für ein breites Leistungsspektrum
Dekanterzentrifugen bieten eine außergewöhnliche Leistung bei der Trennung von Feststoffen und Flüssigkeiten und ermöglichen dies kontinuierlich, effizient und kontrollierbar.
Dekanterzentrifugen sind aufgrund ihrer hohen Zuverlässigkeit, des kontinuierlichen Betriebs, des niedrigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses und der geringen Wartungskosten stets die erste Wahl, um solche Trennanforderungen zu erfüllen.
Dekanterzentrifugen sind für die Handhabung einer breiten Palette fester Partikel mit Durchmessern von 5 mm bis zu wenigen Mikrometern ausgelegt.
Dekanterzentrifugen können auch Suspensionen mit einem Feststoffgehalt von nur 0,1 Gew.-% bis über 65 Gew.-% verarbeiten. Dekanterzentrifugen können Schwankungen im Zulauf besser ausgleichen als andere Zentrifugen- oder Trenngeräte.
Dekanterzentrifuge
Schneckenförderer der Dekanterzentrifuge
Der Schlüssel zu einer guten Leistung der Dekanterzentrifuge liegt im effizienten und effektiven Umwälzen der sedimentierten Feststoffe. Die Konstruktion der Förderschnecke ist daher von entscheidender Bedeutung.
Feststoffaustragsbereich der Dekanterzentrifuge
Je nach Anwendung kann die Konsistenz der abgetrennten Feststoffe von einem trockenen Pulver bis zu einer Paste variieren. Die Konfiguration der Austragszone wird daher so gewählt, dass solche „Kuchen“ möglichst effektiv abgeführt werden können.
Flüssigkeitsauslassbereich der Dekanterzentrifuge
In einer Zweiphasen-Dekanterzentrifuge wird der Flüssigkeitsstand durch Dammplatten reguliert. Beim Betrieb einer Dreiphasen-Dekanterzentrifuge entleert sich jede Phase über einen Satz Dammplatten in separate, mit Leitblechen versehene Kammern im Gehäuse.
Dekanterzentrifuge

