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Häufig gestellte Fragen zur Dekanterzentrifuge
F: Worin besteht der Unterschied zwischen 2-Phasen- und 3-Phasen-Dekanterzentrifugen, und für welche Betriebsbedingungen eignen sie sich jeweils?
A: Ein Zweiphasen-Dekanter trennt Feststoffe von einer einzigen flüssigen Phase und eignet sich beispielsweise zur Schlammentwässerung, Treberbehandlung und Stärkeentwässerung. Ein Dreiphasen-Dekanter trennt Feststoffe, leichte Flüssigkeiten (Öl) und schwere Flüssigkeiten (Wasser) gleichzeitig und ist ideal für ölhaltiges Abwasser, Altspeiseöl, Schiffsbilgenwasser und die Speiseölraffination. Wir erstellen Ihnen gerne kostenlose Trennlösungen auf Basis Ihrer Materialproben.
F: Wie beeinflusst die Geschwindigkeitsdifferenz die Trennleistung?
A: Die Differenzdrehzahl bezeichnet die Drehzahldifferenz zwischen Trommel und Schnecke und steuert die Verweilzeit des Feststoffs in der Maschine. Eine höhere Differenzdrehzahl führt zu einem schnelleren Feststoffaustrag mit höherem Feuchtigkeitsgehalt des Filterkuchens; eine niedrigere Differenzdrehzahl verlängert die Verweilzeit und führt zu einem trockeneren Filterkuchen, kann aber Verstopfungen verursachen. Unsere Anlage ist mit einem Frequenzumrichter ausgestattet, der eine variable Differenzdrehzahl ermöglicht und so Schwankungen der Aufgabekonzentration ausgleichen kann.
F: Was verursacht einen hohen Feuchtigkeitsgehalt im Kuchen und eine trübe Klärflüssigkeit, und wie kann die Maschine eingestellt werden?
A: Es gibt vier häufige Ursachen: 1. Zu hoher Materialdurchsatz führt zu unzureichender Verweilzeit; 2. Zu hohe Differenzdrehzahl; 3. Falsche Flockungsmitteldosierung; 4. Verschleißplatten an der Schnecke. Entsprechende Lösungen: Reduzieren Sie den Materialdurchsatz, senken Sie die Differenzdrehzahl moderat, optimieren Sie die Chemikaliendosierung und tauschen Sie die Wolframkarbid-Verschleißplatten im Rahmen des Werksservices aus.
F: Das Gerät arbeitet mit starken Vibrationen. Können wir es im Dauerbetrieb betreiben?
A: Der Dauerbetrieb unter starken Vibrationen ist strengstens verboten, da er Lager und Getriebe beschädigt. Zu den Hauptursachen zählen ungleichmäßige Feststoffablagerungen durch schwankenden Feststoffgehalt im Aufgabematerial, lockere Ankerbolzen, verschlissene Lager und eine Unwucht der Spirale. Lösungen: Maschine anhalten, Trommel gründlich reinigen, Sockel befestigen, defekte Lager prüfen und austauschen sowie die dynamische Wuchtung der Spirale wiederholen.
F: Kann die Dekanterzentrifuge 24 Stunden am Tag automatisch betrieben werden? Welches Steuerungssystem ist standardmäßig verbaut?
A: Die gesamte Maschine ist für den Dauerbetrieb (24/7) ausgelegt und mit einer standardmäßigen SPS und einem HMI-Touchscreen-Steuerungssystem ausgestattet. Sie überwacht Echtzeitdaten wie Drehzahl, Drehmoment, Lagertemperatur, Vibration und Stromstärke. Das System unterstützt automatische Alarmierung und Abschaltung bei Überlastung, Übertemperatur und übermäßiger Vibration sowie die automatische Drehzahldifferenzanpassung für den unbeaufsichtigten Betrieb.
F: Wie wählt man die richtige Materialgüte aus? Welche verbesserten Optionen gibt es für den Einsatz in der Lebensmittel-, Chemie- und explosionsgeschützten Umgebung?
A: Für allgemeine Anwendungen wird Edelstahl 304 verwendet; für stark korrosive chemische Medien Edelstahl 316L oder Duplex-Edelstahl 2205; für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie wird hochglanzpolierter, hygienischer Edelstahl 316L eingesetzt. Für explosionsgefährdete Bereiche ist optional eine explosionsgeschützte Ausführung mit Motor und Schaltschrank der Schutzart Ex d II BT4 erhältlich; CE- und EAC-Ex-Zertifikate können bereitgestellt werden.
F: Wie lange ist die Lebensdauer der wichtigsten Verschleißteile? Wie sieht der regelmäßige Wartungszyklus aus?
A: Die Verschleißplatten aus Wolframkarbid haben eine normale Lebensdauer von 8.000–12.000 Stunden; die Hauptlager sind für eine Lebensdauer von 15.000 Stunden ausgelegt. Das Getriebeöl muss alle 2.000 Betriebsstunden gewechselt werden. Die tägliche Inspektion umfasst die Prüfung von Vibrationen, Temperatur und Öldruck; eine vollständige Reinigung des Behälters ist alle sechs Monate erforderlich. Wir gewähren 12 Monate Garantie auf die gesamte Maschine.
F: Die Maschine ist blockiert und es wird kein Feststoff aus dem Schlackenauslass ausgestoßen. Wie ist in diesem Notfall vorzugehen?
A: Die Zufuhr sofort unterbrechen und die Maschine anhalten. Spülen Sie den Behälter mit klarem Wasser durch, während Sie die Maschine mit niedriger Drehzahl bewegen, um Ablagerungen vollständig zu entfernen. Starten Sie die Maschine bei Verstopfung niemals mit Gewalt. Optional kann eine DN50-Spülleitung zur automatischen Reinigung beim An- und Abschalten installiert werden, um Verstopfungen vorzubeugen.
F: Welche Dokumente werden zusammen mit der Maschine geliefert? Ist eine Werksabnahme (FAT) und eine Abnahmeprüfung (SAT) möglich?
A: Die Produktion wird innerhalb von 50 Tagen nach Eingang der Anzahlung abgeschlossen sein. Die mitgelieferten Dokumente umfassen Montagezeichnungen, R&I-Fließbilder, Betriebs- und Wartungshandbücher, Materialzertifikate sowie CE- und EAC-Ex-Zertifizierungsdokumente. Die Werksabnahmeprüfung (FAT) kann in unserer Werkstatt durchgeführt werden. Nach der Lieferung können unsere Ingenieure zur Abnahmeprüfung vor Ort (SAT), Installation, Inbetriebnahme und Bedienerschulung entsandt werden.
F: Wie kann ich die richtige Modellspezifikation (Verarbeitungskapazität, Schüsseldurchmesser) für mein Projekt ermitteln?
A: Für die präzise Modellauswahl sind drei Schlüsselparameter erforderlich: die stündliche Gesamtfördermenge, der Feststoffgehalt des Aufgabematerials und die Ziel-Restfeuchte des Filterkuchens. Wir bieten kostenlose Sedimentationstests im Labor an, um das optimale Verhältnis von Trommellänge zu -durchmesser, die G-Kraft und die Leistung zu ermitteln, und erstellen Ihnen ein vollständiges Angebot mit allen technischen Parametern.